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Das Prinzip Natur

von Richard Louv

Bereich: Gesellschaft und Natur

Quotes:

"Zitat von Herbert Achternbusch: "Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt darin um." Die Vermeidung von Risiko stellt sich als das grösste Risiko aus."

"Zu Cradle to Cradle: Von Ameisen gibt es viermal so viel Biomasse auf der Erde wie von Menschen. Sind Ameisen Schädlinge? Wie wäre es, wenn wir wenigstens so intelligent wie Ameisen produzieren? Die Natur ist verschwenderisch, aber sie ist darin intelligent, nicht masslos."

"Zitat von Diane Ackermann aus Eine Naturgeschichte der Sinne (A Natural History of the Senses): "Die Menschen glauben, das Bewusstsein befinde sich im Kopf, doch die neuesten Erkenntnisse der Physiologie besagen, dass das Bewusstsein nicht wirklich im Gehrin sitzt, sondern auf Enzym-Karawanen durch den ganzen Körper zieht und ununterbrochen die Vielfalt von Überraschungen, die wir als Tasten, Schmecken, Riechen, Hören und Sehen bezeichnen, interpretiert."

"Wissenschaftler, die die menschliche Wahrnehmung erforschen, gehen nicht mehr von fünf Sinnen aus, sondern die Liste wird immer länger, darunter Blutzuckerwert, Flauheit im Magen, Durst, Gelenkstellung, Orientierungs- oder Richtungssinn, Propriozeption, etc. "

"Die Natur bietet uns die Möglichkeit, eine umfassende Sinneswahrnehmung zu entwickeln: die der Position unseres Körpers und unseres Geistes im Universum und in der Zeit."

"Man freut sich viel mehr, lebendig zu sein, wenn man darauf achten muss, dass man lebendig bleibt."

"Kreatives Genie ist nicht die Anhäufung von Wissen. Es ist die Fähigkeit, im Universum Muster zu erkennen - verborgene Bindeglieder zu entdecken zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte."

"Zitat von Carl Sagan: "Irgendwo wartet etwas Unglaubliches auf seine Entdeckung.""

"Vitamin N"

"Zitat von Yoshifumi Miyazaki zu Waldmedizin: "Die Menschen haben 5 Millionen Jahre in der Natur gelebt. Wenn wir der Natur ausgesetzt sind, werden unsere Körper wieder so, wie sie gedacht sind".

"Zitat von Li Qing: "Bewegung im Grünen kann Killerzellen steigern. Wenn die Aktivität der Killerzellen zunimmt, steigert sich die Immunität, was die Widerstandskraft gegen Stress vergrössert."

"Der menschliche Organismus, gemäss E.O. Wilson, braucht direkte Naturerfahrungen: "Biophilie ist ein angeborenes emotionales Zusammengehörigkeitsgefühl mit … anderen lebenden Organismen."

"Zitat von Mardie Townsend: "Wir gewinnen Leben, wenn wir das Leben anschauen.""

"Die Natur erinnert uns daran, wie einfach das Leben eigentlich zu bewältigen ist.
Die Natur ist immer in Bewegung, und das Leben findet immer einen Weg."

"Auf der primitivsten Ebene hängt es von der Gesundheit der Mitochondiren ab, wie wir altern."

"Zitat von Charles A. Lewis (p. 131): "Die Menschen haben teil ain einem allgemeinen Unbewussten mit evolutionärem Ursprung, jeder beherberge ein verborgenes Selbst, das ohne Nachdenken auf Signale reagiert, die in unserem Körper und in der umgebenden Welt vorhanden sind. Jede unterbewusste Reaktion enthüllt Fäden, die den Stoff unseres Lebens ausmachen, einen schützenden Mantel, der jahrtausendelang um uns gewebt worden ist, um unser Überleben zu sichern. Heute, da unsere Welt grösstenteils vom Intellekt geformt wird, lösen diese uralten intuitiven Fäden häufig auf. Wir müssen lernen, sie zu lesen, denn sie vermitteln uns Einsichten in unsere tiefste Menschlichkeit." 

"Zitat Ralph Waldo Emerson, 1841: diese grossartige Natur, in der wir ruhen, so wie die Erde in den sanften Armen der Atmosphäre liegt; diese Einheit, diese Überseele, in der jedes Menschen besonderes Wesen enthalten ist und eins wird mit allem anderen; dieses gemeinsame Herz."

"Sozialkapital: Begriff, der beschreibt, wie gut die Menschen in einer Gemeinde sich umeinander kümmern. 
Die Zeit ist reif, die Hypothese vom Sozialkapital zu erweitern auf das Mensch/Natur-Sozialkapital, das uns stärkt und bereichert durch Erfahrungen nicht nur mit Menschen, sondern mit unseren übrigen Mitgeschöpfen - Tieren und Pflanzen, je wilder und ursprünglicher, desto besser. (Die Nähe ist die neue Ferne.)"

"Zitat von Rick Kool: "Vielleicht heilen wir uns selbst, wenn wir versuchen, die Welt zu heilen, indem wir sie wiederherstellen."

"Einer der Vorteile am Stadtleben ist die kulturelle Vielfalt. Wenn hier Prinzip Natur eingeführt wird, kann in unserem Wohnungen, unserem Lebensumfeld, unseren Städten mehr Biodiversität entstehen. Das Leben wird dadurch interessanter. Artenvielfalt, ebenso wie kulturelle Vielfalt, bereichert unserer Leben und gibt uns Hoffnung."

"Wenn man nicht in dem Land sein darf, das man liebt, sollte man das Land lieben, in dem man ist.
Wir können nicht etwas beschützen, was wir nicht lieben, und wir können nicht kennen, was wir nicht sehen. Oder hören. Oder spüren."

"Tipps für eine naturnahe Gartengestaltung:
  • Im Mittelpunkt steht die Wiederherstellung des einheimischen Nahrungsnetzes. Nichts und niemand lebt für sich allein. Jede Pflanzen- und Tierart ist für ihr Überleben auf zahllose andere Spezies angewiesen.
  • Mit den Pflanzen fang alles an: Basis jedes Nahrungsnetzes sind Pflanzen, sie sind mit der Ausnahme einiger Bakterien, die einzigen Organismen, die die Energie der Sonne verarbeiten können.
  • Pflanzen entwickeln sich über Tausende von Generationen zu einem spezifischen Ökosystem, wobei jedes Mitglied des Netzes sich an die jeweiligen Eigenheiten der übrigen anpasst. 
  • Für die einheimische Natur ist die einheimische Vegetation das Beste.
  • Insekten sind der Schlüssel zum Erfolg.
  • Verkleinern Sie Ihre Rasenfläche: zum Erhalt von Nahrungsnetzen taugt Rasen kaum besser als Beton.
  • Legen Sie einen Schmetterlingsgarten an, sie brauchen zwei Arten von Pflanzen zum Überleben, solche, die die erwachsenen Tiere mit Nektar versorgen, und zweitens Pflanzen, die sie im Larvenstadium ernähren.
  • Holzpflanzen sind besser für die Tierwelt."

"Lärm ist nicht die einzige Barriere, die zwischen dem Menschen und der Natur besteht. Zu nennen wären da etwa virtuelle Welten, schlechte Stadtplanung und ein zu grosses Arbeitsvolumen. Dazu kommt die Angst vor dem Unbekannten, vor fremden Menschen und vor der Natur an sich. Un dann sind da noch die Lichtverschmutzung und das, was ich die Blindheit gegenüber dem Himmel nenne."

"Die Sterne, die wir nachts sehen, sind dieselben, zu denen vor Tausenden von Jahren auch unsere Vorfahren aufsahen."  // http://www.darksky.ch